Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop - Ja? Nein? Warum?

February 19, 2015  •  Kommentar schreiben

Heute möchte ich mich einmal mit einem für mich essenziellen Thema beschäftigen, der nachträglichen Bearbeitung eines Fotos.

Häufig werde ich gefragt, ob ich meine Bilder nachträglich bearbeite und wenn ja, warum und in welchem Umfang.
 

Teurere Kameras = Automatisch Bessere Bilder?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Einsteiger oder Hobbyfotografen denken, teurere Kameras oder mit mehr Megapixeln auf dem Sensor machen automatisch bessere Bilder. Ich meine, ein Trugschluss! Klar habe ich, wenn ich die Technik beherrsche, mehrere Möglichkeiten, die mir einfach die Technik erlaubt, aber bessere Bilder habe ich damit noch lange nicht.

Vielleicht ist einigen schon aufgefallen, dass die semiprofessionellen und professionellen Modelle (z.B. Nikon D810 oder Canon 5D Mk III) keinen Modus für Schnappschüsse haben, wie es berechtigterweise viele Kameras aus dem Consumersegment von Haus aus mitbringen. Helfen sie doch den meißten von Euch, sich auf die Motivsuche zu konzentrieren, ohne sich großartig Gedanken über den Technikeinsatz machen zu müssen. Finde ich praktisch! Oder nicht?

 

 

 

Zu den Kernfragen:

Werden meine Fotos im Nachhinein bearbeitet?

Ja! Jedes Bild wird von mir bearbeitet! Ich bin ein Fan davon.
 

Warum bearbeite ich meine Fotos?

Die Gründe dafür sind eigentlich ganz einfach. Ich versuche aus jedem Bild das Beste heraus zu holen.

Mein Ziel: Bilder mit dem WOW-Effekt.

Kennt Ihr das? Ihr schaut ein Bild an und habt sofort das Gefühl: "Wow, klasse, hey... Das Bild hat was!!!" Gut, nicht bei jedem Betrachter und jedem Bild passiert das, aber vielleicht bei einigen oder mehreren oder...

Das RAW-Format - ICH mach was aus meinen Bildern!

Ich fotografiere ausschließlich im RAW-Format. OK, eine kleine Sicherung im JPG-Format läuft immer mit, aber wie gesagt nur als Sicherung, falls die Karte mit den RAW-Dateien mal abschmieren sollte.

Betrachten wir die reinen RAW-Fotos am Bildschirm, so stellen wir fest, dass die Farben flau aussehen, kein optimaler Schärfeeindruck entsteht und das Bild einfach nur blass aussieht... Anders als in den Hochglanzmagazinen oder wie gewohnt aus dem Smartphone oder einer digitalen Kompaktkamera. Der Grund ist recht simpel: Das RAW-Format speichert lediglich die reinen Daten, die der Sensor aufnimmt. Nicht mehr, nicht weniger! Ich verzichte also bewußt auf die automatische Bearbeitung in der Kamera, die je nach Einstellung leuchtende und farbenfrohe Bilder oder auch Bilder in schwarz/weiss ausgibt.

Warum mache ich das? Ich möchte einfach die bestmögliche Kontrolle über meine Bilder in der Nachbearbeitung haben. That's it. Denn was Lightroom und Photoshop mir an Möglichkeiten geben ist viel mehr als ein zufällig bearbeitetes Bild out of the cam!

Versucht es einfach mal! Ihr werdet begeistert sein!
 

 

 

In welchem Umfang bearbeite ich die Bilder?

Nun ja... So viel, wie ich meine... Grundsätzlich kann ich hier gar keine genaue Antwort drauf geben.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig!

Vielleicht triffts dieser Satz. In erster Linie hängt es davon ab, was ich fotografiere und was mein Auftrag ist. Nur kurz dazu: Eine Beautyretusche verlangt viel mehr als ein Bild aus eine Reportage, deren Aufgabe es ist, die Szenerie authentisch und ehrlich zu dokumentieren, ohne jedes Gesicht weichzuzeichnen und jeden kleinen Pickel wegzustempeln. Ich glaube es ist verstanden, oder?

 

 

 


In diesem Sinne wünsche ich Euch weiterhin viel Spaß beim fotografieren und beim bearbeiten eurer Fotos. Probiert einfach mal das RAW-Format aus! Ihr werdet begeistert sein!

 

 

 



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